Villa im Park

Die Villa im Park ist ein spitzfindiges Gesamtwerk. Geschaffen für die Besitzerfamilie und deren Kunstsammlung, potenziert sie Widersprüche zu einer unikaten Architektur. Gelassen vereinigen sich Natur, Topografie und Baukunst. Innen agiert zentral der zweigeschossige Lichthof als Galerie. Kubische Öffnungen verbinden die Lebensräume. Konstant entwickelt sich der Dialog zwischen Raum und Inhalt. Wechselnde Perspektiven schaffen gezielte Durchblicke, Ein- und Aussichten. Die rahmenlosen Fenster malen tagsüber natürliche Werke für die Bewohner. Perforierte Galeriewände dienen als Aufhängevorrichtung für Bilder und leisten ihren Beitrag für eine ausgewogenen Akustik.

In der Entwurfsphase stellen sich zwei interessante Parameter als Herausforderung. Zum einen das steile Terrain, zum anderen die zu realisierende Bildergalerie. Die Bildgalerie soll das Kernelement des Hauses werden. Nicht im Sinne eines Museums, vielmehr soll die Kunst ein Teil des Hauses sein. In ihrer zentralen Rolle und durch ihre Zweigeschossigkeit bildet die Galerie den Teil der internen Erschliessung. Um dieses Herzstück der Villa gliedern sich die weiteren Räumlichkeiten und Nutzungen.

Der Eingang des Hauses befindet sich an der höchsten Stelle des Grundstücks, im Obergeschoss. Hier ist auch der Wohnbereich angesiedelt, die privaten Räumlichkeiten sind im Untergeschoss zu finden.

 

 

Architektur: Dost

Fotografie: Ilja Tschanen, Andrin Winteler